An allen Stationen des Kreuzwegs findet man kleine Plaketten mit QR-Codes. Mit diesen gelangt man zu weiteren Informationen zu den einzelnen Exponaten:

Außerdem werden die Stationen und die Abschnitte des Aufstiegs entsprechend markiert:

Wir empfehlen, die Stationen in der Reihenfolge des Kreuzwegs zu scannen, eine freie Reihenfolge ist aber möglich.
Wenn Sie diese Tour ausschließlich online und nicht vor Ort nutzen, werden zwar die Stationen als "besucht/gesehen" markiert, der Weg hinauf allerdings nicht. Das ist denjenigen Nutzenden vorbehalten, die den Aufstieg meistern (und die QR-Codes scannen).
Um den Status zurückzusetzen, kann man den Papierkorb-Button rechts oben nutzen.
Diese Anleitung lässt sich über das kleine Buch-Symbol rechts oben immer wieder aufrufen.
Dies ist ein Prototyp für eine webbasierte Führung über die Halde Haniel in Bottrop.
Hier funktioniert evtl. noch nicht alles, aber man kann schon ein bischen herumklicken
Unser Guide Stefan bietet auch "echte" Führungen und Touren an - für Gruppen zwischen 4 und 30 Personen, Schulklassen und weitere Zielgruppen.
Mehr Infos unter https://haldehaniel.de/touren/
Die Hintergrundgrafik ist ein Screenshot von Google Earth gem. der Google Earth Guidelines und der Attribution-Regelungen.
Die Videos sind - incl. der Texte und der Produktion - von Mitgliedern der IG Halde Haniel erstellt (Erklärtexte: Stefan Wittling, Videoproduktion & technische Realsierung: Martin Smaxwil) und stehen unter einer CC by-sa-4.0 Lizenz.
Die Bilder der Stationen, die Texte und die Links zu den GeoHack-Koordinaten stammen vom Wikipedia: Kreuzweg an der Halde Haniel.
Interessengemeinschaft Halde Haniel
vertreten durch Dennis Heger
Heimbruch 10
46236 Bottrop
Um mehr über die Interessengemeinschaft Halde Haniel zu erfahren, klicke hier.
Am Fuß des Kreuzwegs gibt es vom Guide Stefan ein paar grundlegende Informationen dazu, was Halden sind, welche Arten es gibt und wie die Renaturierung funktioniert:
Weitere Infos:
Die Halde Haniel liegt auf der Grenze von Bottrop und Oberhausen-Königshardt, wobei sich der überwiegende Teil mit dem höchsten Punkt in Bottrop befindet. Sie überragt ihre Umgebung um 118 Meter mit einer Gipfelhöhe von 184 Meter über Normalnull und bedeckt eine Fläche von 109,54 Hektar.
Damit ist sie eine der höchsten Bergehalden des Ruhrgebiets. Aufgetürmt wurde sie in Form zweier Spiralen durch Abraum der Steinkohlezeche Prosper-Haniel und der Zeche Osterfeld.
An der 1. Station befindet sich ein mit Steinen gefüllter Teufkübel. Im Bergbau nutzt man diese Gefäße um anfallendes Gestein beim Herstellen eines Schachtes (Teufen) zu heben.
Wikipedia: Teufkübel/Förderkübel

An der 2. Station findet sich ein Bergekasten. Diese Stützkästen aus aufeinander geschichteten Schwellen wurden im Innenraum mit Steinen (Bergen) ausgefüllt. Die Bergekästen wurden vom Liegenden (Boden) bis zum Hängenden (Deckel) aufgeschichtet und bildeten eine „Mauer“ die den ausgekohlten Hohlraum vom Rest des Grubendebäudes trennte. Diese Art der Streckentrennung ist heute nicht mehr üblich.

Der Gleitbogen an der 3. Station diente im Bergbau zum Streckenausbau. Durch seine Halbkreisform bietet er eine hohe Stabilität. Bei zu hoher Belastung ist der Bogen in der Lage nachzugeben. Die Profile schieben sich dann ineinander und werden nicht beschädigt.

Ein mit Steinkohle gefüllter Tonnenwagen begegnet man an der 4. Station. Mit den gleisgebundenen Transportwagen wurde Kohle und anderes Schüttgut verladen.
Wikipedia: Tonnenwagen/Förderwagen

Im Strebausbau der 1960er und 1970er Jahre setzte man Reibungsstempel ein. Sie dienten zur Abstützung des Hängenden (Decke) und ersetzten den Ausbau mit Holz und Bahnschienen. Durch Reibelemente kontrollierte man das Ineinanderschieben der zweiteiligen Metallstempel. Heute nur noch in Ausnahmefällen gebräuchlich. Allgemein werden statt Reibestempel Hydraulikstempel benutzt.
Wikipedia: Grubenstempel > Stahlstempel

Bevor es den Bogenausbau gab, nutzte man den Türstockausbau. Er ist die älteste bekannte Ausbauform im Bergbau. Die trapezförmige Konstruktion aus Holz oder Stahl stützte die Decke des Stollens. Er ist heute kaum noch gebräuchlich.

Die Seilscheibe ist ein Rillenrad zur Umlenkung des Förderseils. Die Bergleute wurden mit ihrer Hilfe bei der Seilfahrt in die Grube hinuntergelassen und nach getaner Arbeit wieder ans Tageslicht gebracht.

Bei dem weißen Schienenfahrzeug handelt es sich um einen Fahrungswagen. In solchen Wagons fuhren die Bergleute mit der Grubenbahn zu ihren Arbeitsplatz Unter Tage ein.
Wikipedia: Grubenbahn/Fahrungswagen

Am Förderseil hängend, dient der Förderkorb als Aufzug, mit dem Personen, Förderwagen und Materialien im Schacht transportiert werden.

Um die Kohle aus dem Stoß (Wand) zu brechen benutzte man früher eine Hacke. Der druckluftbetriebene Abbauhammer erleichterte diese Arbeit. Bei der 10. Station des Kreuzweges steckt das Werkzeug im Gestein.

Die 11. Station wird durch eine Schrämmwalze dargestellt. Der mit Meißeln bestückte schneckenförmigen Aufsatz gehört zu einem Schrämmlader. Mit ihm wird die Kohle aus dem Flöz herausgeschnitten.

Das Kreuz aus Spurlatten ist das älteste Exponat des Bergbaukreuzweges. Es wurde 1987 anlässlich des Papstbesuches Johannes Paul II. angefertigt und von diesen geweiht. Die Aufstellung auf der Halde erfolgte 1992. 1992 war hier mit 126 m der höchste Punkt der Halde. Sie wurde später um einige Meter aufgeschüttet. Traditionell findet dort (beinahe) jedes Jahr zu Karfreitag eine Prozession mit Gottesdienst statt. Als Altar dient ein Förderwagen mit einer Tischplatte. Eine Gedenktafel erinnert an den Papstbesuch.

Ketten- (kratz-) förderer werden auch „Panzer“ genannt. Sie werden meistens im Abbaubereich eingesetzt. Der mit Meißeln bestückte Hobelkörper wird mittels einer Endloskette am Kohlenstoß entlang gezogen und schält dabei die Kohle aus dem Flöz. Kettenkratzförderer ersetzten ab den 1950er Jahren die Schüttelrutsche.
Wikipedia: Panzerförderer/Kettenkratzförderer

Der Schildausbau dient als hydraulisches Gerüst und schützt die Bergarbeiter vor herabstürzenden Gestein. Die Automatisierung ermöglicht einen effizienteren Abbau Untertage, da die Schutzschilde nicht mehr von Hand eingebaut und versetzt werden müssen. Von der offenen Seite wird das Flöz abgebaut.

Außergewöhnlich für diesen Kreuzweg endet die Passion nicht an der 14. Station. Einige Meter hinter dem Schildausbau steht ein Greifer. Dieser symbolisiert als 15. Station die Auferstehung. Mit dem Greifer wird das beim Abteufen des Schachtes gelöste Gestein in den Teufkübel geladen.
